Monatsthema: Balkonbepflanzung

01. Juli 2019
Die Planung

Welche Pflanzen für Ihren Balkon die richtigen sind, hängt von Ihren Bedürfnissen und der Lage des Balkons ab. Ein schattiger Standort eignet sich für andere Blumen als ein sonniger Südbalkon. Wenn Sie nicht viel Zeit in die Balkonpflanzen investieren möchten, fällt Ihre Wahl vielleicht eher auf eine winterfeste oder mehrjährige Bepflanzung. Blühende Blumen sehen besonders schön aus, doch ihre Pflege ist anspruchsvoll und verlangt etwas Fachwissen.

In der Gärtnerei können die Verkäufer Sie beraten und über spezielle Eigenschaften der Pflanzen aufklären. Um gut vorbereitet zu sein, machen Sie sich diese drei Dinge bewusst, bevor Sie ins Gartencenter fahren, um Balkonpflanzen zu kaufen:

  • Wie groß ist ihr Balkon und wieviel Platz haben Sie frei für Balkonpflanzen?
  • Welche Ausrichtung hat ihr Balkon: Norden, Süden, Osten oder Westen?
  • Welche Farben passen zur Balkondekoration?
Pflanzen für große Balkone

Zu großen Balkonen oder Dachterrassen passen große Blütensträucher. Der beliebte Oleander beispielsweise wird rund zwei Meter hoch und öffnet ab Juni seine leuchtenden Blüten. Garten-Hortensien eignen sich ebenfalls als Balkonpflanzen. Sie erreichen gut Hüfthöhe und begeistern im Juli und August mit leuchtend weißen, rosafarbenen Blumenbällen. Wer es richtig groß mag, besorgt sich Olivenbäumchen als Balkonpflanzen. Sie werden bei ausreichend großem Kübel zwei bis drei Meter hoch. Sehr beliebt sind außerdem Engelstrompete oder Zitronenbäumchen.

Pflanzen für kleine Balkone

Um den vorgegebenen Platz auf einem kleinen Balkon optimal zu nutzen, kann man seine Balkonpflanzen an der Wand, an der Decke oder in Balkonkästen aufhängen. Pflanzkästen mit saisonalen Balkonpflanzen werden am äußeren Rand des Geländers befestigt. So bleibt mehr Raum für Tisch und Stühle.

Kräuter auf dem Balkon

Kräuter als Balkonpflanzen haben viele Vorzüge. Die meisten sind überaus pflegeleicht und haben keine hohen Ansprüche an ihre Umgebung. Die mediterranen Pflanzen verströmen einen angenehmen Duft und Sie haben immer frische Küchenkräuter zum Kochen griffbereit.

Eigenes Gemüse

Bei genügend Platz bietet sich auch ein eigener, kleiner Gemüsegarten in einem Hochbett an.
Die Hochbetten gibt es in verschiedenen Designs und Materialien. Allerdings muss zuerst die zugelassene Traglast abgeklärt werden. Um Gewicht zu reduzieren, werden die untersten 50 Zentimeter mit Styropor aufgeschichtet. Darauf wird ein Vlies gelegt, damit Erde und Styropor sich nicht vermischen. Danach Kompost und Balkonerde einfüllen.

  • Hochbeete müssen genauso gepflegt werden wie normale Gartenbeete. Vor oder nach der Ernte muss man Kompost zuführen. Zwei oder drei Jahre nach dem Befüllen sollten ausreichend Nährstoffe vorhanden sein.
  • Tipp: Beim ersten Mal bepflanzen Starkzehrer wie Blumenkohl, Gurken oder Kabis pflanzen.
  • Für Hochbeete geeignet sind alle Arten von Kräutern, solange ihre Ansprüche an den Boden (nährstoffreich oder mager) berücksichtigt werden. Z.B.: Kohlrabi, Fenchel, Lauch, Spinat, Radieschen, Karotten, Buschbohnen, Sellerie, Blumenkohl, Randen, Broccoli, Gurken. Tomaten wachsen auf dem Balkon oft sogar besser als im Garten, da die Pflanzen warme und geschützte Standorte bevorzugen, die vor allem regensicher sein sollten, damit die lästige Krautfäule keine Chance hat.

Wichtig: Die Nutzlasten auf Balkonen sind beschränkt. Bevor Sie eine Bepflanzung planen, vergewissern Sie sich in der Nutzungsvereinbarung mit wie viel Gewicht Sie den Balkon belasten dürfen.

Wir wünschen Ihnen einen frohen, farbigen und sonnigen Balkon zum geniessen.

Quelle: schöner Wohnen und Beobachter